Am Ende doch noch Europa
Ajax besiegte den FC Utrecht im Play-off-Finale mit 1–1 (4–3 n. E.) und sicherte sich einen Startplatz in der Conference-League-Qualifikation. Die 35-jährige Serie europäischer Fußballabende lebt weiter, aber nur hauchdünn. Die Alternative mag man sich gar nicht ausmalen. (1) (3) (4) (14)
Paes der Elfmeterheld
Maarten Paes parierte im Shootout zwei Elfmeter und brachte jene Kritiker zum Verstummen, die ihn die gesamte Saison über attackiert hatten. Vom Sündenbock zum Kulthelden in einer einzigen Nacht. (1) (9) (10)
Klaassen sagt Lebewohl
Davy Klaassen kämpfte nach dem Schlusspfiff mit den Tränen und machte keinen Hehl daraus: „Ich glaube, es ist vorbei für mich in Amsterdam.“ Das chaotische Münzwurf-Durcheinander vor dem Elfmeterschießen mit Schiedsrichter Allard Lindhout, bei dem Klaassen ausrastete und sagte: „Wir sind doch keine Amateure, oder?“, fasste den Wahnsinn dieser Ajax-Saison perfekt zusammen. Ein einziges schmerzhaftes Wort genügte. (6) (7) (8)
García: „Wir hatten Angst“
Óscar García machte aus der Wahrheit keinen Hehl. Er gab zu, dass der Kader Angst davor hatte, Europa komplett zu verpassen. „Wir hatten Angst davor, dass Ajax nicht europäisch spielen würde.“ Auch er wurde nach dem Spiel emotional und sagte, die Mentalität der Mannschaft in der kurzen Zeit zu ändern, sei brutal gewesen, und dass er mehr auf das Bauchgefühl der Schützen als auf geübte Elfmeter vertraute. (8) (10) (11) (12)
Vorstand hat einen Plan, sagt García
García zufolge hat der Vorstand „eine klare Vorstellung“ davon, was sich diesen Sommer ändern muss. Willem van Hanegem warnte unterdessen davor, sich mit einem „durchschnittlichen“ Trainer zufriedenzugeben, ein klarer Seitenhieb darauf, den Interimstrainer dauerhaft zu behalten. Auch Kenneth Perez meldete sich zu Wort und drängte Mika Godts, noch ein Jahr zu bleiben, anstatt zu früh einen Wechsel zu forcieren. (2) (3) (4) (5)