0–0, fünfter Platz und Wut auf den Schiedsrichter
Ajax hat im 0–0-Remis bei Heerenveen erneut Punkte liegen lassen und steht damit auf Platz fünf der Eredivisie. Das Ergebnis schmerzt, doch das größte Gesprächsthema ist Schiedsrichter Joey Kooij. Kooij ist der Schwager von Ajax-Ikone Frank de Boer, und seine Ansetzung wurde von Mike Verweij als „unglaublich dumm vom KNVB“ verrissen (3). Die familiäre Verbindung wirft ernste Fragen auf, ob er diesem Spiel überhaupt hätte nahe sein dürfen.
Ein Platz, auf dem nie hätte gespielt werden dürfen
Die Schlussminuten in Heerenveen arteten zur Farce aus. Strömender Regen ließ den Platz völlig unter Wasser stehen, die Spieler konnten den Ball nicht mehr bewegen. René van der Gijp nahm sich kein Blatt vor den Mund: „Das ist inakzeptabel“ (4). Johan Derksen pflichtete bei. Zuzusehen, wie dein Team auf einem unbespielbaren Untergrund einen Sieg erzwingen will, war quälend, und die Entscheidung, das Spiel nicht früher abzubrechen, wirkt absurd.
Nur drei Ajax-würdige Spieler? Autsch
Theo Janssen und Khalid Boulahrouz fielen nach dem Spiel über den Kader her. Janssen sagte knallhart: „Es gibt drei Spieler, die Ajax-würdig sind, sie bringen es einfach nicht“ (6). Das ist eine vernichtende Kritik von ehemaligen Spielern und trifft einen tieferliegenden Punkt: ein Kader, dem die Qualität und Mentalität fehlt, die man bei Ajax erwartet.
Van der Gijp geht auf das technische Trio los
René van der Gijp nahm die technische Führung des Klubs, Jordi Cruijff, Siem de Jong und Daniel de Ridder, schwer ins Visier. Er ging so weit zu sagen, einer von ihnen „sei nicht richtig im Kopf“ (8). Johan Derksen schloss sich den Bedenken an. Die Wut richtet sich nicht nur gegen ein einzelnes Ergebnis, sondern gegen die Richtung, die dein Klub eingeschlagen hat.
Groningen-Fans reisen vielleicht doch
Der KNVB hat den Bürgermeister von Volendam formell gebeten, FC-Groningen-Anhängern zum bevorstehenden Heimspiel Zutritt zu gewähren (2) (7) (9). Falls genehmigt, wären Auswärtsfans vor Ort, was die Atmosphäre und das Sicherheitsbild für diese Partie verändert.
Jugendtalent Feyenoord weggeschnappt
Ein kleiner Lichtblick: Ajax hat den jungen Angreifer Ephendrich Rijsenburg von Feyenoord verpflichtet (1) (5). Einem Rivalen ein Talent abzuwerben, ist immer befriedigend. Er stößt zur Jugendabteilung und wird als torgefährlicher Stürmer beschrieben, einer, den man im Auge behalten sollte.
Fan-Reaktionen
Der völlig durchweichte Platz in Heerenveen sorgt bei Ajax-Fans im Netz für Unglauben. Clips, in denen Spieler Mühe haben, den Ball durch das stehende Wasser zu bewegen, gehen viral, viele bezeichnen es als Schande, dass die Partie nicht abgebrochen wurde. Die allgemeine Stimmung ist Frustration, nicht nur über die Bedingungen, sondern über eine Saison, die weiterhin Enttäuschung liefert.